14.11.2004

Nachrichtenarchiv 15.11.2004 00:00 Afrikanische Staaten fordern Waffenembargo gegen Elfenbeinküste

Im westafrikanischen Land Elfenbeinküste hat sich die Lage am Wochenende weiter Das Land ist seit mehr als zwei Jahren faktisch geteilt. Der Norden wird von Rebellen kontrolliert, der Süden von der Regierung. verschärft. Präsident Gbagbo ersetzte den bisherigen Armee-Chef durch einen Hardliner. Ohne Angabe von Gründen sagte Gbagbo zudem seine Teilnahme an einem Krisengipfel in Nigeria ab. Der nigerianische Präsident Obasanjo hatte die Präsidenten der westafrikanischen Staaten zu einem Dringlichkeitstreffen am Wochenende in die Hauptstadt Abuja eingeladen. Im Anschluß daran forderten Vertreter Gabuns, Ghanas, Burkina Fasos, Libyens, Nigerias und Senegals ein Waffenembargo gegen die Bürgerkriegsparteien der Elfenbeinküste. - Hinweise auf ein Wiederaufflammen der Konflikte häufen sich. Vertreter der Vereinten Nationen und der im Land stationierten französischen Armee warnten Ordensleute vor einem Verlassen ihrer Missionsstationen. Zudem rieten sie, einen Vorrat an Lebens- und Bedarfsmitteln anzulegen. Das meldet der römische Missionspressedienst misna. - Die Elfenbeinküste ist seit dem gescheiterten Putsch von 2002 in den von der Regierung gehaltenen Süden und den von den Rebellen kontrollierten Norden geteilt. Allein in der vergangenen Woche kamen bei Kämpfen 60 Menschen ums Leben, 1.300 wurden verletzt.