21.10.2004

Nachrichtenarchiv 22.10.2004 00:00 Antisemitische Vorfälle haben zugenommen

In diesem Jahr hat es bereits 53 antisemitische Vorfälle in Deutschland gegeben. Das stellte die Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung fest. Übergriffe auf jüdische Personen sowie Schändungen von Friedhöfen und Gedenkstätten hätten in den vergangenen Jahren zugenommen. Das sagte die Vorsitzende der Stiftung, Kahane. Die Dunkelziffer dürfte aber noch weitaus höher sein. Die Mehrheit der Zwischenfälle habe sich in Ostdeutschland zugetragen. Antisemitismus sei zwar kein spezifisch ostdeutsches Problem, habe jedoch in den neuen Bundesländern auch Wurzeln in der DDR-Geschichte. Der Holocaust sei völlig verschwiegen worden, so Kahane.