18.10.2004

Nachrichtenarchiv 19.10.2004 00:00 Peru: Verstöße gegen die Menschenrechte unter Ex-Präsident Fujimori

Der peruanische Militär-Geheimdienst hat nach Angaben von Ermittlungsbeamten unter Präsident Alberto Fujimori (1990-2000) Menschen gefoltert, ermordet und anschließend verbrannt. Das haben Ermittler bei der Durchsuchung der Geheimdienstzentrale in Lima herausgefunden. Derzeit untersucht ein Richter am Obersten Gerichtshof die Menschenrechtsverletzungen der Fujimori-Zeit. Die neuen Vorwürfe könnten die Situation des Ex-Präsidenten erschweren, der im japanischen Exil lebt. Tokio hat ihm die japanische Staatsbürgerschaft gewährt und alle Auslieferungsgesuche bislang abgelehnt. Es ist aber unklar, wie Japan auf einen möglichen neuen Auslieferungsantrag reagieren würde, der mit schweren Menschenrechtsverletzungen begründet wird.