08.10.2004

Nachrichtenarchiv 09.10.2004 00:00 ai: Recht auf Leben wird weltweit und tagtäglich mit Füßen getreten

amnesty international (ai) hat im vergangenen Jahr 1.146 Exekutionen in 28 Ländern dokumentiert. Insgesamt seien zwar weniger Hinrichtungen bekannt geworden. Zugleich hätten aber einige Länder wie Afghanistan oder Indonesien den Anwendungsbereich für die Todesstrafe ausgeweitet. Laut amnesty international werden die meisten Menschen nach wie vor in China, im Iran, in den USA und in Vietnam hingerichtet. Auch müsse von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Zum Tag gegen die Todesstrafe, dem 10. Oktober, richtet amnesty international einen Appell an die Staaten, in denen die Todesstrafe noch vorgesehen ist: Die Regierungen sollen alle Hinrichtungen sofort stoppen und die Todesstrafe aus den Gesetzen streichen.