08.10.2004

Nachrichtenarchiv 09.10.2004 00:00 Friedensnobelpreis geht an Umweltaktivistin aus Kenia

Die Kenianerin Wangaari Maathai erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis. Das meldet die norwegische Nachrichtenagentur NTB. Nach Angaben der Agentur wird die 64-Jährige für ihren Einsatz zur Erhaltung der Umwelt und zur Durchsetzung der Menschenrechte ausgezeichnet. Maathai hat 1977 das Aufforstungsprojekt "Green Belt Movement" gegründet. Seitdem wurden mehr als 30 Millionen Bäume zum Schutz gegen Erosion gepflanzt. Durch das Projekt konnten Zehntausende Menschen in Arbeit gebracht werden. 1984 hatte Maathai bereits den Alternativen Nobelpreis gewonnen. - Im vergangenen Jahr hatte die iranische Menschenrechtlerin Shirin Ebadi die Auszeichnung erhalten. Damit gehören seit der ersten Vergabe 1901 zwölf Frauen zu den Trägern des Friedensnobelpreises.