03.10.2004

Nachrichtenarchiv 04.10.2004 00:00 amnesty: Verbrechen in der Türkei werden zu selten verfolgt

Die Menschrechtsorganisation amnesty international hat die Türkei aufgefordert, Fälle von Folter und Misshandlungen strenger zu verfolgen. Die jüngste Strafrechtsreform sei grundsätzlich zu begrüßen. Nur müsse die auch bis zu allen türkischen Polizeirevieren vordringen, sagte amnesty Generalsekretärin Barbara Lochbihler im domradio. Es könne heute nicht mehr gesagt werden, dass Ankara systematisch foltere. Aber: die türkische Regierung ginge noch nicht systematisch den Tätern nach. - Am Mittwoch wird der Türkei-Bericht der EU vorgestellt. Ob darin empfohlen wird, die Beitrittsverhandlungen aufzunehmen, ist noch unklar.