18.09.2004

Nachrichtenarchiv 19.09.2004 00:00 Kündigung wegen Verletzung sittlicher Grundsätze rechtmäßig

Kirchliche Arbeitgeber können einen Beschäftigten in den ersten sechs Monaten kündigen, wenn er sittliche Grundsätze der Kirchen verletzt. Im Gegensatz zu säkularen Einrichtungen und Unternehmen hätten Kirchen das Recht, die Einhaltung ihrer grundlegenden Prinzipien zu verlangen. So hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem Urteil entschieden, das heute veröffentlicht worden ist. Eine katholische Kirchgemeinde hatte einem Kirchenmusiker gekündigt, nachdem bekannt geworden war, daß er nach einer Scheidung erneut geheiratet hatte. Da die Wiederverheiratung den Grundsätzen der katholischen Sittenlehre widerspricht, war die Kündigung rechtmäßig.