30.08.2004

Nachrichtenarchiv 31.08.2004 00:00 Sozialhilfeverein gegen Medikamentenzuzahlung

Sozialhilfeempfänger, Studenten und Geringverdiener sollen nach Auffassung des Wuppertaler Sozialhilfevereins Tacheles wieder generell von Zuzahlungen zu Medikamenten befreit werden. Die Grenze solle bei 952 Euro liegen. Das fordert der Vorsitzende des Sozialhilfevereins Thomé. Es sei bis zur Gesundheitsreform im Dezember bewährte Praxis gewesen, dass Einkommensschwache bei Arztbesuchen, Therapien, Medikamenten, Brillen und anderen Gesundheitsleistungen keine Zuzahlungen leisten müssen. Heute werde dieses Recht kranken Sozialhilfeempfängern immer wieder von Gerichten zugesprochen, erklärte Thomé. Er sei deshalb dafür, die generelle Befreiung von Gebühren und Zuzahlungen wieder einzuführen.