17.08.2004

Nachrichtenarchiv 18.08.2004 00:00 EKD: Hartz IV führt zu mehr Armut

Führende Vertreter der evangelischen Kirche haben Korrekturen an der Arbeitsmarktreform Hartz IV gefordert. Der EKD-Ratsvorsitzende Huber forderte  mehr Großzügigkeit bei der Anrechnung der persönlichen Altersvorsorge. Landesbischöfin Käßmann äußerte sich besorgt darüber, dass Millionen Menschen auf Sozialhilfeniveau in die Armut gedrängt werden könnten. Der rheinische Präses Schneider kritisierte die Umsetzung der Arbeitsmarktreform. Das technokratische Verfahren und die mangelnde inhaltliche Vision riefen bei den Menschen Ärger und Ängste hervor. Es werde zu Recht als unerträglich empfunden, dass Einschnitte von Arbeitslosen gefordert werden, während das reiche Viertel der Gesellschaft keine Abstriche machen müsse.