14.08.2004

Nachrichtenarchiv 15.08.2004 00:00 Ermittlungen wegen Menschenhandel haben zugenommen

Die Zahl der Ermittlungen wegen Menschenhandels ist deutlich angewachsen. Im vergangenen Jahr wurden 431 Verfahren eingeleitet, nach knapp 290 im Jahr 2002, teilte das Bundeskriminalamt mit. Die Behörden ermittelten den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 1.235 Opfer von Menschenhandel, davon rund 1.100 Ausländerinnen. Jedes zweite Opfer sei bei der Anwerbung getäuscht worden, jedes dritte mißhandelt. Durch Knebelverträge hätten viele den Großteil ihrer Verdienste aus illegaler Prostitution abtreten müssen. Ein Viertel der Frauen stammt aus Rußland. - Zugenommen hätten die Ermittlungsverfahren wegen stärkerer Polizeikontrollen, weil die Beamten vermehrt fortgebildet worden seien und weil sich die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und nichtstaatlichen Stellen verbessert habe.