01.08.2004

Nachrichtenarchiv 02.08.2004 00:00 Grossbritannien: Wachsende Kluft zwischen Arm und Reich

Die Kluft zwischen Arm und Reich in Großbritannien ist seit Regierungsantritt der Labour-Regierung größer geworden. Das geht aus einer Untersuchung eines Politikforschungsinstituts für die Tageszeitung "Daily Telegraph" hervor.  Premier Blair habe sein Wahlkampf-Ziel verfehlt, ein Land zu schaffen, in dem Vermögen nicht nur wenigen, sondern allen zu Gute kommen sollte. Das Land ist laut Studie weit davon entfernt, "fair" zu sein. Noch immer würden die Chancen der meisten durch die "soziale Klasse" ihrer Eltern und ihrer Hautfarbe bestimmt. Etwa 23 Prozent der britischen Kinder leben demnach in Haushalten, die rund 60 Prozent weniger als das Durchschnitts-Einkommen verdienen. Der Anteil der arbeitenden, kinderlosen, in Armut lebenden Erwachsenen ist der Untersuchung zufolge seit 1994 von 25 auf 31 Prozent in 2002/2003 gestiegen.