21.07.2004

Nachrichtenarchiv 22.07.2004 00:00 Berlin: Kirchen kritisieren Neutralitätsgesetz

Die beiden großen Kirchen haben den Entwurf des Berliner Senats für ein Neutralitätsgesetz kritisiert. Dieses widerspreche dem Grundsatz der positiven Religionsfreiheit, den eigenen Glauben öffentlich zu bekennen. Nach dem Entwurf des Senats dürfen bestimmte Mitarbeiter des Landes Berlin im Dienst bis auf Schmuckstücke keinerlei weltanschauliche Symbole mehr tragen. Betroffen sind etwa Polizisten und Lehrer an allgemein bildenden Schulen. Das Erzbistum Berlin erklärte, trotz Kopftuchstreit und wachsender religiöser Pluralität dürfe das Religiöse nicht aus der Öffentlichkeit verbannt werden.