11.07.2004

Nachrichtenarchiv 12.07.2004 00:00 GfbV fordert mehr Waffenstillstandsbeobachter für den Sudan

Außenminister Fischer hat seine Gespräche im Sudan aufgenommen. Er will anmahnen, daß die Hilfeleistungen für die Menschen in Darfur nicht mehr behindert und die arabisch-stämmigen Milizen entwaffnet werden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Außenminister dringend gebeten, sich für die Entsendung von mehr Waffenstillstandsbeobachtern einzusetzen. Die Zahl der Beobachter müsse drastisch erhöht und ihre Ausstattung verbessert werden. Sonst sei das Scheitern der Beobachtermission vorprogrammiert, so die Menschenrechtsorganisation. Bislang sind lediglich 120 Beobachter mit nur einem Hubschrauber für ein Gebiet von der Größe Frankreichs zuständig. Außerdem forderte die Gesellschaft, daß die sudanesische Regierung die sieben bekanntesten Anführer der für den Völkermord verantwortlichen Milizen vor Gericht stellt.