08.07.2004

Nachrichtenarchiv 09.07.2004 00:00 NRW-Integrationsbeauftragter kritisiert Bundesratsbeschluß

Der nordrheinwestfälische Integrationsbeauftragte Klaus Lefringhausen hat das heute vom Bundesrat beschlossene Zuwanderungsgesetz als ein halbes Gesetz kritisiert. Neu zugezogenen Ausländern werde mit der Einrichtung von Sprachkursen zwar geholfen - aber die schon länger in Deutschland lebenden Migranten würden nicht besser integriert. Das sagte Lefringhausen heute in Köln. Es bestehe ein riesiges Defizit, das auch durch das Zuwanderungsgesetz nicht behoben werde. - In NRW leben nach Angaben des Sozialministeriums fast zwei Millionen Ausländer, das sind knapp 11 Prozent der Bevölkerung. In den vergangenen 30 Jahren habe sich die Anzahl damit fast verdoppelt.