07.07.2004

Nachrichtenarchiv 08.07.2004 00:00 Schock-Werner fordert mehr Rücksicht von Köln auf den Dom

Die Kölner Dombaumeisterin Schock- Werner hat es als blamabel für Deutschland bezeichnet, wenn der Kölner Dom nicht mehr zum Weltkulturerbe gehören würde. Im Domradio kritisierte Schock-Werner besonders die Stadt Köln, die über die Bebauung des rechten Rheinufers ohne Rücksicht auf den Dom entscheide. "Die Stadt Köln nimmt alles, was der Dom bietet gerne an, sie wirbt mit dem Dom. Auf der ganzen Welt kennt man von Köln im wesentlichen den Dom. Die Stadt hat einen wirtschaftlichen Gewinn von dem Dom. Man kann nicht nur die Vorteile kassieren, aber die Nachteile ignorieren." Zu den jährlichen Kosten von 6,5 Millionen Euro für die Instandhaltung des Doms trage die Stadt weniger als 3 Prozent bei. Die Dombaumeisterin äußerte die Hoffnung, daß es neue Gespräche gibt, in die auch das Domkapitel einbezogen wird. Die Unesco wird in einem Jahr entscheiden, ob der Dom endgültig aus der Liste des Weltkulturerbes gestrichen wird.