02.07.2004

Nachrichtenarchiv 03.07.2004 00:00 Arbeitslose sollen stärker kontrolliert werden

Die Bundesagentur für Arbeit will die Vermögensverhältnisse von Arbeitslosen künftig stärker überprüfen. In Hinblick auf die Umsetzung der Hartz-IV-Gesetze werden sogar Hausbesuche in Erwägung gezogen: "Wir haben den Ehrgeiz, den Missbrauch von Sozialleistungen so gering wie möglich zu halten", so BA-Vize Alt in der "Bild am Sonntag". Im Extremfall bedeute das Hausbesuche bei Arbeitslosen. Von Sozialdetektiven könne dabei aber keine Rede sein, niemand müsse Angst haben, dass die BA "Schmuckkästchen suche", so Alt. Aber es werde überprüft, ob die jeweiligen Angaben zu den Vermögensverhältnissen stimmten. Außerdem kontaktiere die Bundesagentur künftig auch vermehrt das Finanzamt - falls Ungereimtheiten bei einzelnen Personen auftauchten. Vorrangige Ziel der Bundesagentur für Arbeit bleibe jedoch weiter, die Langzeitarbeitslosen wieder in die Arbeit zu bringen.