25.06.2004

Nachrichtenarchiv 26.06.2004 00:00 USA /Vereinte Nationen setzen sich im Darfur Konflikt ein

Die USA sowie die Vereinten Nationen verstärken ihre Bemühungen zur Beilegung des Bundesverwaltungs-Gericht: Kopftuchstreit erledigtepdDer juristische Kopftuchstreit in Niedersachsen ist überraschend beendet worden. Eine muslimische Lehrerin verzichtete am Donnerstag vor dem Bundesverwaltungsgericht darauf, als Lehrerin ein Kopftuch zu tragen. Damit wurde das von ihr angestrengte Gerichtsverfahren gegen das Land Niedersachsen für erledigt erklärt. Niedersachsen hatte zuvor eine Zusage gegeben, die Lehrerin ohne Kopftuch einzustellen. Die muslimische Lehrerin habe durch die Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht an Zuversicht für ihren Fall gewonnen. Deshalb entschied sie sich nun für einen Verzicht. Darfur-Konflikts im Westen des Sudan. US-Außenminister Colin Powell werde in der nächsten Woche in die sudanesische Hauptstadt Khartum und nach Darfur reisen. UN-Generalsekretär Kofi Annan kündigte ebenfalls eine Reise nach Khartum an. Hilfsorganisationen warnten heute vor einer Hungerkatastrophe, von der mehr als eine Million Flüchtlinge in Darfur betroffen seien. Presseberichten zufolge wird in der US-Regierung diskutiert, ob die Massaker der arabischen Milizen und der Regierungsstreitkräfte an Schwarzafrikanern in Darfur als Völkermord einzustufen sind.