17.06.2004

Nachrichtenarchiv 18.06.2004 00:00 Wohlfahrtsverbände verlangen soziales Europa in Verfassung

Wohlfahrtsverbände in der EU fordern, eine Verpflichtung zu sozialen Werten in die EU-Verfassung aufzunehmen. Die in einer "Sozialplattform" zusammengeschlossenen Verbände veröffentlichten heute eine entsprechende Erklärung. Darin verlangen sie, die EU-Grundrechtecharta dürfe in den abschließenden Verfassungs-Beratungen nicht angetastet werden. Auch die Bestimmungen über die Gleichstellung von Männern und Frauen, den sozialen Zusammenhalt und gegen Diskriminierung sollten erhalten bleiben. Die Verfassung müsse die tatsächlichen Sorgen der Bürger berücksichtigen. Das seien die sozialen Rechte, Arbeitslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen. Die EU-Verfassung müsse deshalb eine soziale Vision anbieten und nicht nur Ergebnis politischen Tauschhandels sein. - In der "Sozialplattform" sind rund 40 Nichtregierungsorganisationen und Netzwerke zusammengefasst, die sich mit sozialen Fragen befassen, darunter über die jeweiligen EU-Dachverbände auch die Caritas und das Diakonische Werk.