07.06.2004

Nachrichtenarchiv 08.06.2004 00:00 Studie: Ostdeutsche sehen Partnerschaft emotionsloser

Ostdeutsche bewerten Familie und Beziehung zum Lebenspartner weitaus nüchterner und rationaler als westdeutsche. Das geht aus der Studie "Die Wende als Individualisierungsschub" der Universität Hannover hervor. Dennoch bahnt sich auch im Osten seit 1991 ein langsamer Wandel zu mehr Intimität und Emotion in den Lebensformen an. Die Studie begründet diesen Trend damit, dass nach der Wende ein erheblicher Teil der zu DDR-Zeiten verstaatlichten Erziehungsaufgaben wieder der Familie zufiel. Die ausschließliche Mutterrolle lehnen ostdeutsche Frauen aber vehement ab. Weiterhin sind ostdeutsche Mütter häufiger erwerbstätig als westdeutsche.