02.06.2004

Nachrichtenarchiv 03.06.2004 00:00 Nach Morden beendet "Ärzte ohne Grenzen" Arbeit in Afghanistan

Nach dem Mord an fünf ihrer Mitarbeiter stellt die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" die Arbeit in Afghanistan auf unbestimmte Zeit ein. Alle Projekte würden suspendiert, ausgenommen seien nur "lebensrettende Aktivitäten". Das sagte eine Mitarbeiterin der Organisation der Katholischen Nachrichten-Agentur. Am Mittwoch waren im Nordwesten des Landes eine Belgierin, ein Niederländer, ein Norweger und zwei Afghanen bei einem Angriff auf ihr Auto getötet worden. Radikalislamische Taliban bekannten sich zu der Tat. Nach Angaben der Sprecherin befinden sich zur Zeit rund 80 ausländische Helfer von "Ärzte ohne Grenzen" in Afghanistan; dazu kommen 1.400 afghanische Mitarbeiter.