15.05.2004

Nachrichtenarchiv 16.05.2004 00:00 Kardinal Meisner: Missbräuche beim Gottesdienst nachgehen

Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat die Praxis verteidigt, Hinweisen auf Missbräuche beim Gottesdienst nachzugehen. Der Begriff "Denunziant" habe in der Kirche aber keine Daseinsberechtigung. Das sagte Meisner der in Würzburg erscheinenden "Tagespost". Gläubige sollten zuerst mit dem Priester sprechen. Bringe dies kein Ergebnis, könnten sie sich an den Bischof wenden, der den Geistlichen gegebenenfalls "brüderlich" zurechtweise. Als letzter Weg bleibe die Suspension des Priesters. In seiner 29-jährigen Bischofszeit habe er noch nie zu diesem Mittel gegriffen, versicherte der Kardinal.