05.05.2004

Nachrichtenarchiv 06.05.2004 00:00 BGH: mehr Rechte für Hausfrauen nach Scheidung

Haushaltstätigkeit und Kindererziehung sind nach der Scheidung bei der Bemessung des Unterhaltsbedarfs grundsätzlich zu berücksichtigen. Dies stellte der Bundesgerichtshof in zwei Urteilen fest. In beiden Fällen betätigte der BGH seine eigene Rechtsprechung, die von einem Berufungsgericht in Frage gestellt worden war. Vor drei Jahren hatten die Karlsruher Richter bereits entschieden, dass in die Bemessung des Unterhaltsbedarfs auch das Einkommen einbezogen werden soll, dass der Unterhaltsberechtigte nach Trennung oder Scheidung im Umfang seiner bisherigen Familienarbeit erzielen könnte. Der Wert dieser Tätigkeiten wird durch ein fiktives Einkommen bestimmt, das die Hausfrau erzielen könnte, wenn sie in einem fremden Haushalt arbeiten würde.