20.04.2004

Nachrichtenarchiv 21.04.2004 00:00 EU-Gericht verurteilt Türkei

Wegen Mängeln bei der Untersuchung eines Mordes im Jahr 1994 ist die Türkei vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof zu 26.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Straßburger Richter kritisierten in ihrem Urteil, dass auch das Strafverfahren über den gewaltsamen Tod dreier Kurden in Istanbul nicht ordnungsgemäß verlaufen sei. Auch seien die Behörden mehreren Indizien nicht nachgegangen, die auf eine mögliche Beteiligung staatlicher Stellen hinwiesen. Geklagt hatte ein in Gelsenkirchen geborener Kurde türkischer Staatsangehörigkeit, dessen Bruder zu den Opfern gehörte.