10.04.2004

Nachrichtenarchiv 11.04.2004 00:00 Papst beklagt an Ostern Ausweitung des Terrorismus

Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen hat Papst Johannes Paul II. mit mehreren Zehntausend Gläubigen in Rom Ostern gefeiert. In seiner Ansprache beklagte er angesichts des Attentatsalarms eine Ausweitung des "unmenschlichen Terrorismus", der das Leben leugne und den Alltag unsicher mache.  Die internationale Gemeinschaft forderte der Papst auf, ihre Bemühungen gegen Gewalt und Terror zu beschleunigen und eine sicherere Weltordnung aufzubauen. Auf dem römischen Petersplatz spendete Johannes Paul II. den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" für die Stadt und den Erdkreis. Er grüsste die Gläubigen in 62 Sprachen, darunter auch in Deutsch.  --- In der Osternacht hatte der Papst im Petersdom die feierliche Liturgie der Osternacht geleitet. Gemeinsam mit 24 Kardinälen und in Anwesenheit der beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter feierte er die abendliche Messe, in der die Kirche an die Auferstehung Christi von den Toten erinnert.  Tausende Gläubige aus aller Welt nahmen an dem rund drei Stunden dauernden Gottesdienst teil. Sie hatten sich zuvor umfangreichen Polizeikontrollen unterziehen müssen, weil die Sicherheitsmaßnahmen rings um den Vatikan nach Terrorwarnungen extrem verschärft worden waren. Der 83-Jährige zeigte sich in körperlich schwacher Verfassung. Mehrmals hatte er große Mühe beim Sprechen. Mit Rücksicht auf die schwache Gesundheit des Papstes war der Beginn der Liturgie im Vergleich zum Vorjahr um eine Stunde vorverlegt worden.