31.03.2004

Nachrichtenarchiv 01.04.2004 00:00 Berlin gegen öffentliches Tragen religöser Symbole

Im Streit um religiöse Symbole im Öffentlichen Dienst will Berlin künftig auch christliche und jüdische Zeichen für bestimmte Beamte verbieten. Berliner Richter, Polizisten und Lehrkräfte sollen nach dem Willen der rot-roten Koalition Kreuze, Kopftücher oder die jüdische Kippa im Dienst nicht mehr öffentlich sichtbar tragen. Die Kirchen und die jüdische Gemeinschaft protestierten gegen die Pläne. Der Pressesprecher des Erzbistums Berlin, Stefan Förner sagte im domradio, die Berliner Regierung habe vorher nicht mit den Kirchen über diese Problematik gesprochen und bisher habe das Tragen religiöser Symbole zu keinen Schwierigkeiten geführt. Einige weitere Bundesländer haben ein gesetzliches Kopftuchverbot für Lehrerinnen auf den Weg gebracht, andere sehen keinen Handlungsbedarf.