28.03.2004

Nachrichtenarchiv 29.03.2004 00:00 Kölner Staatsrechtler gegen aktive Sterbehilfe

Der Kölner Staatsrechtler Wolfram Höfling hat sich gegen eine Legalisierung aktiver Sterbehilfe nach niederländischem Vorbild ausgesprochen. Es müsse vielmehr eine grundsätzliche Wende im Gesundheits- und Pflegewesen eingeleitet werden, sagte Höfling bei einer Tagung der Katholischen Akademie Bayern in Nürnberg. Kritisch bewertete der Staatsrechtler auch die Praxis der Patientenverfügungen. Aus Angst vor einer "Übermedikalisierung von Sterben und Tod" versuchten viele Menschen, damit ihr Ende selbstbestimmt zu gestalten. In der Regel seien die Patienten jedoch "keine Experten für medizinische Formulierungen", kritisierte Höfling.