09.03.2004

Nachrichtenarchiv 10.03.2004 00:00 Menschenrechtsgerichtshof: Grundsätze für Behandlung Willensunfähiger

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat in einem Urteil Grundsätze für die Behandlung willensunfähiger Personen formuliert. Geklagt hatte die Familie eines geistig und körperlich behinderten Mannes in Großbritannien, der offenbar bereits von den Ärzten aufgegeben worden war. Die Straßburger Richter verurteilten das Verhalten der Ärzte, die keine lebensverlängernden Maßnahmen einleiten wollten. Sie gaben der Familie Recht, die aber darauf drang. Verurteilt wurde Großbritannien vor allem deswegen, weil die Ärzte keine höchstrichterliche Entscheidung zum weiteren Vorgehen eingeholt hatten, bevor sie sich den Anweisungen der Familie widersetzten.