03.03.2004

Nachrichtenarchiv 04.03.2004 00:00 GfbV: Zwangsumsiedlung in Äthiopien bedeutet Katastrophe

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat schwere Vorwürfe gegen die Regierung Äthiopiens erhoben. Die geplante Umsiedlung von einer Million Menschen heize ethnische Konflikte an. Eine Katastrophe sei vorprogrammiert, warnte die Menschenrechtsorganisation. Äthiopiens Führung habe aus den katastrophalen Folgen der Zwangsumsiedlungen vor zwanzig Jahren nichts gelernt. Tausende Menschen seien zu Tode gekommen. Konflikte zwischen den Volksgruppen in den neuen Siedlungsgebieten eskalierten. Das neue Programm sei weder ausreichend vorbereitet, noch gebe es einen angemessenen Interessenausgleich zwischen alten und neuen Siedlern, so die Gesellschaft für bedrohte Völker.