15.02.2004

Nachrichtenarchiv 16.02.2004 00:00 Tschechien: Präsident Klaus lehnt Vertrag mit Vatikan ab

Der tschechische Staatspräsident Klaus hat den vorliegenden Staat-Kirche-Vertrag zwischen Tschechien und dem Vatikan abgelehnt. Das Abkommen räume der katholischen Kirche eine Sonderstellung ein, die ihr nicht zustehe, heißt es in einem am Wochenende in Prag bekannt gewordenen Brief des Präsidenten. Der Vertrag sollte das Verhältnis zwischen dem tschechischen Staat und der katholischen Kirche auf eine international verbindliche Grundlage stellen. Tschechien zählt zu den am stärksten säkularisierten Ländern Mitteleuropas. Nur rund ein Drittel der Bevölkerung gehört noch einer Kirche an. Die katholische Kirche ist die mit Abstand größte Religionsgemeinschaft.