09.02.2004

Nachrichtenarchiv 10.02.2004 00:00 Karneval: Anteil fairer Kamelle um 40% gestiegen

Bei den Karnevalsumzügen im Rheinland werden in diesem Jahr 40 Prozent mehr fair gehandelte Kamelle unter das jecke Volk geworfen als im Vorjahr. Unter anderem in Köln, Düsseldorf und Aachen würden bei den Straßenumzügen rund 140.000 Stück «faire Wurfgeschosse» verteilt, erklärte das Büro der Kampagne «Jecke Fairsuchung» in Köln. Die Schokotäfelchen, Sesamriegel, Nüsse, Chips und Fruchtgummis wurden aus fair gehandelten und biologisch angebauten Rohstoffen von Bauernkooperativen in Afrika, Asien und Lateinamerika hergestellt. Die Produzenten erhalten einen über dem Weltmarktpreis liegenden Erlös für ihre Produkte. Insgesamt beteiligen sich in diesem Jahr 24 Karnevalsgruppen und 20 Schulen der Region an der Aktion. Sie wird unter anderem von Fairhandelshäusern getragen und von der NRW-Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert. Ziel ist, dass künftig mindestens zehn Prozent des süßen Wurfmaterials am Rosenmontag aus fairem Handel stammen. Die Kampagne betreibt auch Bildungsarbeit an Schulen und in Informationsveranstaltungen.