09.02.2004

Nachrichtenarchiv 10.02.2004 00:00 OXFAM-Studie: Handels- und Modekonzerne steigern Gewinne durch Ausbeutung

Weltweit agierende Supermarktketten und Bekleidungsfirmen machen ihre Gewinne häufig durch Ausbeutung von Arbeiterinnen in den Produktionsländern. Das geht aus einer neuen Studie der Hilfsorganisation Oxfam hervor. Große Unternehmen wie Tesco aus Großbritannien und Wal-Mart aus den USA mißachteten bei ihren Zulieferbetrieben die internationalen Arbeitsstandards. Das sagte Jörn Kalinski von Oxfam Deutschland bei der Vorstellung der Studie. In der chinesischen Provinz Guangdong stellte Oxfam beispielsweise fest, daß Arbeiterinnen mehr als 200 Überstunden monatlich machen und zum Teil vor Erschöpfung zusammenbrechen. Mutterschutz und Sozialversicherung gebe es in der Regel nicht. Bekenntnisse zu sozialer Verantwortung und tatsächliches Verhalten der Unternehmen klafften immer weiter auseinander, so Oxfam.