08.02.2004

Nachrichtenarchiv 09.02.2004 00:00 UN befürchten neue Hungerkatastrophe in Nordkorea

Die Welternährungsorganisation befürchtet einen neue Nahrungsmittelkrise in Nordkorea, weil die Vereinten Nationen die Hungerhilfe für das Land kürzen müssen. In den kommenden Monaten müssen nun mehr als 6 Millionen Menschen auf die üblichen Rationen verzichten, teilte die Welternährungsorganisation in Peking mit. Die Spendenbereitschaft sei weltweit zurückgegangen, nachdem Pjöngjang angekündigt hatte, Atomwaffen zu entwickeln. Außerdem bemängelten viele Spender, daß die Hilfswerke bei der Arbeit behindert würden. Die letzten Hilfsgüter seien im vorigen September im kommunistisch regierten Nordkorea eingetroffen. 6,5 Millionen Menschen, rund ein Viertel der Bevölkerung Nordkoreas, ist dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Dazu zählen vor allem Alte, Schwangere und Kinder.