08.02.2004

Nachrichtenarchiv 09.02.2004 00:00 UN-Artenschutzkonferenz: Greenpeace fordert Bundesregierung zum Handeln auf

In Malaysia beginnt heute die 7. UN-Konferenz für biologische Vielfalt. Die Vereinten Nationen wollen das weltweite Artensterben bis zum Jahr 2010 deutlich verringern. Weltweit sollen Schutzgebiete eingerichtet werden, vor allem in den letzten Urwäldern und in den Meeren. Die Internationale Umweltschutz-Organisation Greenpeace forderte die Staatengemeinschaft auf, 20 Milliarden Euro jährlich zur Verfügung zu stellen. 500 Millionen Euro soll Deutschland beitragen. Der Leiter der Greenpeace Delegation in Malaysia, Martin Kaiser, sagte im domradio, die Bundesregierung müsse zu ihren Versprechen stehen und entsprechende Schutzgebiete einrichten. Hauptverantwortlich für das Artensterben sei die Industrie. Täglich sterben 150 Tierarten aus, bedroht sind unter anderem auch Riesenschildkröten und Menschenaffen.