30.01.2004

Nachrichtenarchiv 31.01.2004 00:00 Sudan / Tschad: Mehr als 100.000 Bürgerkriegs-Flüchtlinge in Not

Im Tschad befinden sich laut UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR weit über 100.000 Menschen in einer dramatischen Notlage. Die Flüchtlinge, vor allem Frauen und Kinder, seien in den vergangenen Monaten aus der umkämpften westsudanesischen Provinz Darfur geflohen. Sie lebten in notdürftigen Zelten aus Zweigen und Stoffetzen, berichtete das Hilfswerk heute. Das UNHCR hatte zunächst Hilfe in Höhe von 8,3 Millionen Euro für die Versorgung von 65.000 Flüchtlingen vorgesehen. Inzwischen rechnet das Werk aber mit 135.000 Hilfsbedürftigen. Die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" berichtete unterdessen von sudanesischen Luftangriffen auf die Stadt Tine im Osten des Tschad, wo sich Tausende der Flüchtlinge aufhielten. Dabei seien am Donnerstag zwei Menschen getötet und mehrere Zivilisten verletzt worden.