25.01.2004

Nachrichtenarchiv 26.01.2004 00:00 Gericht: Aufschieben einer Taufe gefährdet nicht das Kindeswohl

Eine aufgeschobene Taufe gefährdet nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig nicht das Kindeswohl. Wenn getrennt lebende Eltern über die Religionszugehörigkeit ihres Nachwuchses uneins seien, bleibe das Kind vorerst ungetauft. Dies entschied das Gericht einem Bericht des Münchner Nachrichtenmagazin «Focus» zufolge. Im Alter von 14 Jahren könne das Kind dann selbst entscheiden, welcher Religion es angehören möchte. Mit dem Urteil beendeten die Richter einen Streit zwischen einer christlichen Mutter und einem muslimischen Vater.