21.01.2004

Nachrichtenarchiv 22.01.2004 00:00 Hengsbach: Sozialreformen "gigantische Fehldiagnose"

Als "gigantische Fehldiagnose" hat der Frankfurter Sozialethiker Friedhelm Hengsbach die Sozialreformen der Bundesregierung kritisiert. Die so genannte Agenda 2010 werde ihre Ziele nicht erreichen, aber die Spaltung der Gesellschaft vergrößern, so der Jesuit in einem Interview des Badischen Tagblatts. Er habe nicht den Eindruck, dass Kürzungen im unteren Bereich des Arbeitsmarktes zu mehr Beschäftigung führten. Es werde gleichzeitig der Eindruck erweckt, dass die Arbeitslosen an ihrer Situation selber Schuld und für die wirtschaftliche Krise verantwortlich seien. Richtig an Schröders Agenda seien verstärkte Investitionen in Bildung und Forschung, fügte Hengsbach hinzu.