16.01.2004

Nachrichtenarchiv 17.01.2004 00:00 GfbV: Kanzler soll sich in Äthiopien für Menschenrechte engagieren

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundeskanzler Schröder appelliert, sich während seiner Afrika-Reise für Menschenrechte in Äthiopien einzusetzen. Willkürliche Verhaftungen, Folter und Erschießungen seien noch immer an der Tagesordnung, erklärte die Gesellschaft. Vor allem Angehörige des Volkes der Oromo seien allein aufgrund ihrer ethnischen Abstammung immer wieder Opfer staatlicher Übergriffe. Gegen mehr als 80 Journalisten ermittelten derzeit die äthiopischen Behörden, weil sie angeblich gegen die freie Meinungsäußerung verletzten. Auch rief die Gesellschaft für bedrohte Völker den Bundeskanzler dazu auf, auf eine friedliche Lösung der Grenzstreitigkeiten Äthiopiens mit Eritrea zu dringen.