06.01.2004

Nachrichtenarchiv 07.01.2004 00:00 Chirac: Staat will Religionsfreiheit nicht einschränken

Frankreichs Staatspräsident Chirac ist Befürchtungen entgegengetreten, der Staat wolle die Religionsfreiheit einschränken. Das geplante Gesetz zum Verbot aufdringlicher religiöser Zeichen in der Schule solle nicht die Grenzen der weltanschaulichen Neutralität des Staates verschieben. Das sagte Chirac beim Neujahrsempfang für die Vertreter der Religionsgemeinschaften am in Paris. Frankreich wolle vielmehr die Religionsfreiheit schützen und Intoleranz in jeder Form entgegentreten. Die französische Regierung hatte am Montag den Gesetzentwurf zum Verbot des Tragens "aufdringlicher" religiöser Symbole an der Schule auf den Weg gebracht. Der nur drei Artikel umfassende Gesetzentwurf wurde dem Staatsrat zur rechtlichen Prüfung übermittelt. Für den 17. Januar kündigten Muslime Protestaktionen und Kundgebungen an.