29.12.2003

Nachrichtenarchiv 30.12.2003 00:00 Iran: Suche nach Überlebenden eingestellt

Rund drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Südosten Irans ist die Suche nach Verschütteten weitgehend eingestellt worden. Jetzt rückt die Sorge um die Überlebenden in den Vordergrund. Frank Marx vom Malteser Hilfsdienst sagte im Domradio, die Menschen benötigten Decken und Zelte als Schutz vor Kälte und Staub als Ersatz für ihre zerstörten Häuser. Diese Aufgabe werde vom Roten Halbmond Irans in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen geleistet. - Das Deutsche Rote Kreuz will mobile Krankenstationen liefern und Impfungen durchführen. Aus Furcht vor Epidemien soll die zerstörte Stadt Bam unter Quarantäne gestellt werden. Auch das UN-Kinderhilfswerk UNICEF warnt vor dem Ausbruch von Seuchen. Nach Angaben der Provinzregion in Kerman wurden im Erdbebengebiet bis heute 25-tausend Tote beerdigt. Möglicherweise kamen aber mehr als 30-tausend Menschen ums Leben.