24.12.2003

Nachrichtenarchiv 25.12.2003 00:00 Kardinal Lehmann: "Weihnachten ein Gegenbild zur leidgeplagten Welt"

Als ein im Grunde "revolutionäres Fest" hat der Mainzer Kardinal Karl Lehmann Weihnachten charakterisiert. Das Fest der Menschwerdung Gottes entwerfe zu einer von Gewalt und Leid geprägten Welt ein Gegenbild "von der gleichen Würde aller Menschen und darum auch der notwendigen Solidarität untereinander", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am ersten Weihnachtstag im Mainzer Dom.  Weihnachten stelle die Verhältnisse, die in vielen Teilen der Welt herrschten, auf den Kopf, erklärte der Mainzer Bischof. "Nur so können aber viele Träume der Menschen und ein hoher Einsatz vieler, die um Gerechtigkeit und Versöhnung kämpfen, wenigstens Schritt für Schritt verwirklicht werden", sagte er. Weihnachten sei ein Fest hoher Gefühle, aber es dürfe nicht zu einer romantischen Betrachtung menschlicher Beziehungen führen. "Hinter der Krippe von jungen Eltern, die unterwegs sind, steht das Leid von Millionen von Flüchtlingen, betonte Lehmann.