09.12.2003

Nachrichtenarchiv 10.12.2003 00:00 Martin Luther King III.: Todesstrafe archaisch und ungerecht

Martin Luther King III. hat eine Abschaffung der Todesstrafe in den USA gefordert. Sie sei eine archaische und ungerechte Strafe, vor allem wenn sie über Minderjährige verhängt werde. King äußerte sich bei einer Konferenz zur Abschaffung der Todesstrafe in Las Vegas. Als Sohn des ermordeten Bürgerrechtlers Martin Luther King junior sollte man annehmen, dass er selbst für die Todesstrafe sei. Das Gegenteil aber sei der Fall, unterstrich King.  Er appellierte an alle US-Bürger, Bewerber um politische Ämter nach ihrer Ansicht zur Todesstrafe zu bewerten. Den US-Präsidenten George Bush forderte King auf, sich mehr für den Aufbau einer gerechten Gesellschaft in den USA einzusetzen, statt Kriege zu führen.