21.11.2003

Nachrichtenarchiv 22.11.2003 00:00 Lebenshilfe: "Kürzungswut" der Bundesregierung trifft Behinderte hart

Der Verband Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung sieht angesichts der Reformvorhaben der Bundesregierung seine Arbeit in Gefahr. Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Robert Antretter, sprach von einer Kürzungswut, die besonders die Behinderten treffe. Es herrsche die Angst, dass in Zeiten wirtschaftlicher Stagnation Menschen mit Behinderungen als reiner Kostenfaktor angesehen werden. Antretter warnte vor menschenverachtenden Tendenzen in der Gesellschaft. Die Lebenshilfe feiert in diesen Tagen ihr 45jähriges Gründungsjubiläum. Nach eigenen Angaben zählt die Organisation rund 130.000 Mitglieder in 16 Landesverbänden und über 530 örtlichen Vereinigungen. In mehr als 3.000 Einrichtungen und Diensten würden etwa 150.000 geistig behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene von rund 25.000 hauptamtlichen und 20.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut und gefördert.