19.11.2003

Nachrichtenarchiv 20.11.2003 00:00 Brasilien: 200 km-Protestmarsch der Landlosenbewegung für Agrarreform

Nach einwöchigem, über 200 Kilometer langem Protestmarsch haben mehr als 5.000 Brasilianer die Hauptstadt Brasilia erreicht. Sie fordern eine echte Agrarreform, die laut Verfassung den riesigen ungenutzten Großgrundbesitz an Landlose und Kleinbauern verteilen und auf diese Weise den Hunger bekämpfen soll.  Die Marschteilnehmer, Mitglieder der Landlosenbewegung MST und der katholischen Bodenpastoral, drängen zudem auf ein Gespräch mit Staatschef da Silva. Dieser hatte im Wahlkampf eine rasche Vergabe brach liegender Flächen versprochen. Mehrere Millionen Familien warten zur Zeit überall in Brasilien in provisorischen Camps auf die Landvergabe. Viele besetzten ungenutzte Grundstücke.