10.11.2003

Nachrichtenarchiv 11.11.2003 00:00 Greenpeace fordert von russischen Abgeordneten Auskunft zu Atommüllimport

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben mehr als die Hälfte der russischen Parlamentsabgeordneten verklagt. Die Abgeordneten hätten auf Briefe nicht reagiert, in denen sie gebeten wurden, zur Einfuhr von Atommüll nach Russland Stellung zu nehmen, sagte Greenpeace-Sprecher Tschuprow dem evangelischen Pressedienst. Damit verstießen die Parlamentarier nach Ansicht der Umweltschützer gegen geltendes russisches Recht Das schreibe den Volksvertretern vor, Kontakt zu ihren Wählern zu halten. Umfragen zufolge lehnt eine deutliche Mehrheit der Russen die Einfuhr von ausländischem Atommüll ab. Der Staat erhofft sich hohe Einkünfte durch Atommülltourismus.