05.11.2003

Nachrichtenarchiv 06.11.2003 00:00 UNESCO: Mädchen haben nach wie vor weniger Zugang zur Schule

Mädchen werden beim Schulzugang nach wie vor weltweit stark benachteiligt. Zu diesem Schluß kommt ein umfassender Bericht der Weltbildungsorganisation UNESCO, der heute in Paris und Neu Delhi vorgestellt wird. Geschlechter-Gleichheit in der Schule sei in 54 Staaten der Erde bei weitem nicht erreicht. Dazu zählten die bevölkerungsreichen Länder China, Indien und Pakistan sowie 16 Staaten Schwarzafrikas. Mädchen werden vor allem deshalb öfter als Jungen vom Schulbesuch fern gehalten, weil sie zum Einkommen der Familie beitragen müssen. Das Ungleichgewicht hat sich in einigen Staaten inzwischen aber auch zu Lasten der Jungen umgekehrt. Grund dafür sei insbesondere, daß Jungen häufiger die Schule abbrechen. Dies gelte zum Beispiel für Schweden, Großbritannien, Rußland, Neuseeland und Dänemark.