21.10.2003

Nachrichtenarchiv 22.10.2003 00:00 "Fussfesseln für Schulschwänzer verstossen gegen Menschenwürde"

Der Ruf nach elektronischen Fussfesseln für Schulschwänzer stößt auf scharfe Kritik. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nannte den Vorschlag von Brandenburgs Innenminister Schönbohm  "populistische Geisterfahrerei". Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sprach von einem "massiven Eingriff in die Menschenwürde". Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Jugendsozialarbeit (BAGKJS) lehnten Schönbohms Vorstellung ab. Der Politiker hatte seine Idee damit begründet, dass jeder dritte Schulschwänzer schon Straftaten begehe.