02.01.2003

Nachrichtenarchiv 03.01.2003 00:00 Australiens Kirche kritisiert Asylpolitik des Landes

Nach der Serie von Bränden in australischen Flüchtlingslagern hat die katholische Kirche eine Änderung der Asylpolitik des Landes gefordert. Insbesondere das System der Zwangseinweisung von Asylbewerbern in Lager müsse überdacht werden, forderte ein Sprecher des australischen Jesuitenordens. Auch Bischof Eugene Hurley, in dessen südaustralischer Diözese sich das große Flüchtlingslager Baxter befindet, kritisierte die gegenwärtige Asylpolitik der Regierung. Unterstützung erhielt die katholische Kirche von der Psychiatervereinigung des Landes. Die Brandstiftungen seien ein Symptom für die "psychische Krise" der Lagerinsassen, diagnostizierte der Verband . Zwischen Weihnachten und Neujahr hatten Asylbewerber Unterkünfte und Einrichtungen in fünf Lagern in Brand gesetzt und Massenausbrüche versucht.