01.01.2003

Nachrichtenarchiv 02.01.2003 00:00 Israels Präsident: Terror nicht Freiheitskampf nennen!

Staatspräsident Mosche Katzav hat den Führern der christlichen Kirchen vorgeworfen, potentielle Terroristen zu ermutigen. Bei seinem jährlichen Empfang für christliche Führer betonte Katzav in Jerusalem, es sei schlimm genug, wenn Terrorakte im Namen einer Religion verübt würden. Wer aber Terror als Freiheitskampf bezeichne, fördere ihn nur noch mehr. Damit mahnte Katzav vor allem den lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Michel Sabbah. Der hatte gefordert, auch die Ursachen des Terrors zu sehen. Gleichzeitig kritisierte der israelische Staatspräsident die reichen arabischen Länder, die sich nicht für eine Lösung des Flüchtlingsproblems engagiert hätten. Es gebe Länder, die viel Geld in Terror investierten, aber nichts zur Linderung von Armut und Hunger beziehungsweise zur Anhebung des Lebensstandards täten, so Katzav. Der griechische Erzbischof Aristarchus gab in seiner unpolitischen Erwiderung auf die Ansprache Katzavs der Hoffnung Ausdruck, das Jahr 2003 möge ein Jahr des Friedens werden.