20.10.2005

Nachrichtenarchiv 21.10.2005 00:00 UN-Ermittler macht Syrien für Hariri-Mord mitverantwortlich

Syrien ist nach einem UN-Untersuchungsbericht an der Ermordung des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri beteiligt gewesen. Der UN-Sonderermittler und Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis macht den syrischen Geheimdienst für den Bombenanschlag mitverantwortlich. "Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Entscheidung, den ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri zu ermorden, nicht ohne Billigung hochrangiger syrischer Sicherheitsbeamter und nicht ohne Absprache mit ihren Pendants bei den libanesischen Sicherheitskräften erfolgen konnte", heißt es in dem 54-seitigen Bericht.

Syrien ist nach einem UN-Untersuchungsbericht an der Ermordung des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri beteiligt gewesen. Der UN-Sonderermittler und Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis macht den syrischen Geheimdienst für den Bombenanschlag mitverantwortlich. "Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Entscheidung, den ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri zu ermorden, nicht ohne Billigung hochrangiger syrischer Sicherheitsbeamter und nicht ohne Absprache mit ihren Pendants bei den libanesischen Sicherheitskräften erfolgen konnte", heißt es in dem 54-seitigen Bericht. Dafür gebe es "viele Hinweise". Durch den Anschlag waren am 14. Februar in Beirut Hariri und 20 andere Menschen getötet worden. Die damalige libanesische Opposition, die inzwischen die Mehrheit im Parlament hat, hatte dafür von Anfang an Syrien und die pro-syrischen Chefs der libanesischen Geheimdienste verantwortlich gemacht.Über die Folgen des Berichts für die Region: Ein Interview mit Korrespondentin Claudia Cornell aus Damaskus: