16.10.2005

Nachrichtenarchiv 17.10.2005 00:00 Irak: Nach dem Referendum über die Verfassung

UN-Generalsekretär Annan hat die Iraker für ihre Beteiligung an der Verfassungs-Abstimmung gelobt. Die Iraker hätten der Bedrohung durch Gewalt die Stirn geboten und ihr Wahlrecht ausgeübt. Nach offiziellen Angaben aus Bagdad lag die Beteiligung bei über 60 Prozent. Ergebnisse werden in den nächsten drei Tagen erwartet.Zwei Tage nach dem Verfassungsreferendum mehren sich die Anzeichen auf eine Annahme des Grundgesetzes.

UN-Generalsekretär Annan hat die Iraker für ihre Beteiligung an der Verfassungs-Abstimmung gelobt. Die Iraker hätten der Bedrohung durch Gewalt die Stirn geboten und ihr Wahlrecht ausgeübt. Nach offiziellen Angaben aus Bagdad lag die Beteiligung bei über 60 Prozent. Ergebnisse werden in den nächsten drei Tagen erwartet.Zwei Tage nach dem Verfassungsreferendum mehren sich die Anzeichen auf eine Annahme des Grundgesetzes. Teilergebnisse aus den meisten Provinzen legten dies nahe. Nur in der Provinz Anbar im Mittelirak zeichnete sich eine deutliche Ablehnung ab, in der Provinzhauptstadt Falludscha votierten dem regionalen Wahlamt zufolge 97 Prozent gegen das neue Grundgesetz. Um die Verfassung zu kippen, hätten die Sunniten eine Zweidrittelmehrheit in drei Provinzen zu Stande bringen müssen. Doch selbst in Niniveh, wo viele Sunniten leben, stimmten 78 Prozent der Wähler für die Verfassung. Es gibt allerdings sich widersprechende Aussagen verschiedener Interessengruppen. Irak Korrespondentin Karin Leukefeld erläutert die unterschiedlichen Positionen: